Film – KOMM UND SIEH


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»Komm und sieh« von Elem Klimow zählt zu den bedeutendsten sowjetischen (Anti-) Kriegsfilmen. Der Film entstand nach einer literarischen Vorlage von Ales Adamowitsch (»lch komme aus dem Feuerdorf«) und bezieht sich, ohne zu dokumentieren, auf den Massenmord der SS-Sondereinheit Dirlewanger am 22. März 1943 an den Bewohnern des belorussischen Dorfes Chatyn.

Im Jahre 1943, dem dritten Jahr der deutschen Besatzung, will sich der junge Fljora (gespielt von dem damals 14jährigen Laienschauspieler Alexei Kawtschenko) gegen alle Proteste der Mutter den Partisanen im Kampf gegen die Wehrmacht anschließen. Statt jedoch direkt im Fronteinsatz zu kämpfen, soll er Hilfstätigkeiten im Lager der Partisanen erledigen. Während eines deutschen Luftangriffes wird das Lager von Fliegerbomben zerstört. Da Fljora nicht weiß, wohin er fliehen soll, kehrt er mit Glascha, einer jungen Frau, die ebenfalls zu den Partisanen gegangen ist, in sein Dorf zurück. Sie finden es menschenleer vor und machen sich auf die Suche.

Schließlich finden sie noch einige Dorfbewohner, die Fljora informieren, dass seine Mutter und Schwestern von deutschen Soldaten ermordet wurden. Bei dem Versuch, für die Geflohenen etwas zu essen zu organisieren, erlebt Fljora in einem weiteren Dorf eine deutsch  e Vergeltungsaktion. Der Film endet damit, dass die Partisanen und Fljora die Täter überwältigen können und Vergeltung für das begangene Massaker üben.

Auch wenn der Film eindeutig Partei ergreift, kennt er keine Helden. Die sowjetischen Behörden zögerten lange mit der Drehgenehmigung. Durch seinen Erzählstil und die Bildersprache zählt dieser Film bis heute zu den eindrücklichsten Filmen über die Schrecken des Krieges.

Fast 30 Mio. Besucher sahen den Film in sowjetischen Kinos. Er kam 1986 unter dem Titel »Geh und sieh« in die Kinos der DDR, 1987 in die der BRD. Ende 2020 veröffentlichte der Kölner Verleih Bildstörung »Komm und sieh« in einem neu restaurierten 2K-Scan im Originalformat. Zu dem mitgelieferten knapp 200minütigen Bonusmaterial gehören zahlreiche Interviews sowie Zeugnisse von Überlebenden.

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