Offener Brief

an die Landrätin des Kreises Merzig-Wadern, den Bürgermeister der Stadt Merzig, den Bürgermeister der Gemeinde Beckingen


Sehr geehrte Frau Landrätin,
sehr geehrte Herren Bürgermeister,

auf der Fahrt von Beckingen nach Merzig bzw. umgekehrt fällt unangenehm auf, dass – seit wenigen Tagen – die Grünstreifen links und rechts der Straße radikal abgetragen wurden, d.h. dass anstatt von Gräsern, Blumen und Kräutern aller Art sich dort ausnahmslos nur noch blanke braune Erde befindet.

Ich frage die Verantwortlichen von Kreis und Gemeinden: Was ist da geschehen, auf welche Veranlassung hin? Was wird da weiterhin geschehen? Was hat man vor? Muss man eine „Beschotterung“ befürchten, wie sie in vielen Vorgärten inzwischen schon gang und gäbe geworden ist?

Wo bleibt die Stellungnahme der Gemeinden? Wo die Information der Bürger? Sind Umweltverbände zu Rate gezogen worden?

Man gewinnt (wieder einmal) den Eindruck, dass Grün als störend empfunden wird, weil es ja „Unkraut“ ist und also eine Wegräumung als „lästige Umwelt“, die zudem noch Arbeit und Kosten (Mähen) verursacht, rechtfertigt. Warum hat man dann nicht gleichzeitig auch die Bäume „abserviert“?

Eine öffentliche Stellungnahme der Verantwortlichen im Kreis und der Stadt Merzig sowie der Gemeinde Beckingen (als Nachbargemeinde unmittelbar betroffen) wäre angebracht, besser: erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Gérard Carau
(Beckinger Bürger)

Gerard.carau@aol.com
Dillinger Straße 59 a
66701 Beckingen