Friedensratschlag wieder digital und bequem von zu Hause aus ansehen

Samstag, 4.12.2021, von 11 bis 19 Uhr

Die Friedensbewegung lädt zur Teilnahme am Friedensratschlag auf. Das Motto lautet: Widerstand gegen Aufrüstung und Krieg, für einen Aufbruch für Abrüstung und Frieden. Die inhaltliche Ankündigung zum 28. Friedensratschlag wurde hier bereits in einem früheren Beitrag veröffentlicht.

Der Aufruf und alle Informationen zur Online-Teilnahme sowie zum diesjährigen Programm ist auf der Seite https://friedensratschlag.de/ verlinkt. Ebenso auch die Inhalte des letzten Ratschlages. 

Direkte Anmeldung unter: 
https://www.friedensratschlag-digital.de/anmeldung/
Nach der Anmeldung werden wir die Zugangsinformationen per Mail zugesendet.

Thema Frieden im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP

Stellungnahme des Bundesausschusses Friedensratschlag

Der gerade vorgestellte Koalitionsvertrag von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen signalisiert, die Außen- und Militärpolitik der scheidenden Koalition von CDU/CSU und SPD wird im Wesentlichen weitergeführt. Nach diesem Koalitionsvertrag soll die Aggression und Einkreisung Russlands und Chinas verschärft werden. Die Auslands­einsätze der Bundeswehr werden – trotz der Afghanistan-Erfahrungen – fortgesetzt. Unter der Losung „Durchsetzung der regelbasierten internationalen Ordnung“ droht die Ausweitung der Kriegseinsätze besonders in Afrika und im Osten und Südosten Europas. Die Charta der Vereinten Nationen wird weiter demoliert. Beim Thema Frieden haben SPD und Bündnis90/Die Grünen offensichtlich frühere Prinzipien über Bord geworfen.

Atomwaffen werden in Deutschland weiterhin einsatzbereit gelagert, die „atomare Teilhabe“ bleibt Teil der offensiven Kriegsführungs­strategie. Es wird keinen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag geben und auch Rüstungsexporten wird kein klarer Riegel vorgeschoben. Mit diesem Vertrag sollen die Aufrüstungspolitik und die 2-Prozent-Forderung der NATO, die weitere EU-Militarisierung und die Beschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr realisiert werden. Die Einigung auf Anschaffung bewaffneter Drohnen ist eine friedenspolitische Katastrophe. Klima­schutz spielt beim Militär keine Rolle.

Dass nach dem Koalitionsvertrag Deutschland  „künftig für einen „vernetzten und inklusiven Ansatzes langfristig drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in internationales Handeln investiert“, und „so seine Diplomatie und seine Entwicklungspolitik stärkt und seine in der NATO eingegangenen Verpflichtungen erfüllt“, signalisiert, dass mit allen Mitteln eine militarisierte Globalstrategie betrieben werden soll.

Die Friedensbewegung fordert erneut einen wirklichen Politikwechsel: 

Abrüsten statt Aufrüsten, Frieden und Kooperation, das geht nur mit einer neuen Entspannungspolitik und internationaler Zusammenarbeit.  

Rüstungsexporte müssen verboten werden, bewaffnete Drohnen und Atomwaffen verschwinden; die Bundeswehr muss die Auslandseinsätze beenden.  

Statt Kriegspropaganda und Militarisierung fordern wir  Zukunftsinvestitionen für eine internationale, gemeinsame Sicherheit

Frankfurt, den 27.11.2021

Bundesausschuss Friedensratschlag
Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V.

c/o Frankfurter Gewerkschaftshaus
Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77
60329 Frankfurt am Main

US-Kunstprojekt gegen Drohnen

Zum Gedenken an von US-Kampfdrohnen getötete Kinder

Das Kunstprojekt “The Drones Quilts Project”, zum Gedenken an von US-Kampfdrohnen getötete Kinder (https://www.drohnen-quilts.de/)

Das Kunstprojekt der US-Friedensbewegung besteht aus sechs einzigartigen handgemachten Patchworkdecken. Jeder Stoffblock wurde durch einen Menschen in den USA per Hand erstellt und gedenkt namentlich an ein durch eine US-“Killer”-Drohne getötetes Kind.

(Ein Fact-Sheet zum Thema Drohnen auf drohnen-kampagne.de)

Veranstaltungshinweis: Afghanistan-Konferenz am 31. Oktober 2021, in Frankfurt und als Online-Veranstaltung.

Online-Konferenz: 20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan

Schlussfolgerungen für die Friedenbewegung

Nach Abzug der NATO-Interventionstruppen ziehen Friedensorganisationen auf der Konferenz zum NATO-Krieg in Afghanistan ein Resümee.

Afghanistan zeigt in besonders drastischer Weise, wie weit das militärische Verständnis von „Sicherheitspolitik“ von den elementaren menschlichen Sicherheitsbedürfnissen abweicht, wie wenig den globalen Machtstrategen an Ernährungssicherheit, an einer sicheren Umgebung für das Aufwachsen der Kinder, an der Sicherung einer intakten Umwelt gelegen ist.

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5. September 2021: Menschenkette gegen Atomwaffen in Büchel

800 Menschen protestieren für Abzug der Atomwaffen und Beitritt zum Atomwaffenverbot

Rund 800 Personen beteiligten sich am Fliegerhorst Büchel in der Eifel an einer Menschenkette gegen Atomwaffen. Mit der Aktion forderten sie den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot und den Abzug der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen.

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Weltfriedenstag, 1. Sept. 2021 – Aus der Geschichte lernen: Abrüsten statt Aufrüsten. Verständigung statt Konfrontation.

Rede von Lühr Henken, Friedenskoordination, am 1. Sept. 2021 in Berlin.

Liebe Kriegsgegnerinnen, liebe Friedensfreunde,
Obwohl wir hier vor der Botschaft Russlands stehen, will ich doch vorweg etwas zum NATO Krieg in Afghanistan und dem Abzug von Bundeswehr und NATO sagen. Wir halten fest: der größte Militärpakt der Welt hat den Krieg am Hindukusch verloren und musste unter chaotischen Bedingungen aus Afghanistan abziehen.

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Atomwaffenverbotsvertrag – was wollen die Parteien?

Der Atomwaffenverbotsvertrag ist am 22. Januar 2021 in kraft getreten

Der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) ist am 22. Januar 2021 bei der UNO in kraft getreten. Damit ist der Einsatz, die Entwicklung, die Produktion und Lagerung von Atomwaffen sowie die Drohung mit dem Einsatz von der UNO offiziell völkerrechtlich verboten.  

Soll Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten?

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