Zukunftschance Digitalisierung?

Gemeinderat und Privatinvestoren wollen mindestens 40% der Beckinger Haushalte für den Glasfaseranschluss unter Vertrag nehmen. Eine große Werbekampagne ist angelaufen. Jeder Haushalt wurde angeschrieben. Plakate hängen in den Straßen. Es scheint, wir alle kommen in den Genuss einer großen Wohltat.

Erfahrungsberichte aus vergleichbaren Digitalisierungsprojekten verweisen jedoch auf Probleme mit den Kundenzufriedenheit. Das Internetportal Trustpilot informiert mit der nachfolgenden Grafik (Stand 6. Juni 2021) über das Ergebnis von 805 Kundenbewertungen zur Deutsche Glasfaser, die in Beckingen als Unternehmensgruppe das Ausbauvorhaben betreibt.

Grafik aus Trustpilot

Beispiele von Kundenerfahrungen mit Deutsche Glasfaser:
https://de.trustpilot.com/review/www.deutsche-glasfaser.de

Günter
Ich war zwei Jahre Kunde

Ich war zwei Jahre Kunde, meine Erfahrungen decken sich mit dem unfassbaren Gesamtergebnis der ganz großen Masse. Unterirdischer Service, permanente Störungen im Telefonbereich, sehr stark schwankende Netzgeschwindigkeiten, Berechnung von Gesprächen, die nachweisbar nicht geführt wurden, Widerspruch bis heute nicht beantwortet. Bin seit ein paar Tagen zurück zur Telekom, alles pünktlich, alles läuft, eine andere Servicewelt. Mir bleibt unerklärlich, wie ein Unternehmen mit so vernichtender Kundenresonanz am Markt bestehen kann und offensichtlich auch nicht gewillt ist das zu ändern.

Ralf
Internet ok

Internet ok, TV eine einzige Katastrophe. Ständiger Absturz, entweder Ton oder Bild. Aufnahmen sind nicht abzurufen umd das Bild Stock ständig

Mattis
Anstatt 500 eher so 30 mb/s

Peter
Katastrophales Unternehmen
Katastrophales Unternehmen. Seit fast einem Jahr warte ich auf den Hausanschluss, obwohl die Leitung von der Straße schon gelegt wurde. Regelmäßig erhalte ich Werbung (diese ist aus meiner Sicht auch noch irreführend – es steht mit keinem Wort darin etwas von Ausbaugebiet, „warten müssen bis Anschluss gelegt wird, o.ä.) genau für meine Anschrift, dass ich doch den Vertrag abschließen soll und schon schon hätte ich superschnelles Internet.

Wenn ich dann anrufe und sage, dass ich diesen Vertrag bereits habe und ich auf den Anschluss warte, heißt es nur „Sie befinden sich in einem Ausbaugebiet und wir wissen nicht, wann der Anschluss erfolgt“. Am Telefon wird einem immer der gleiche Mist erzählt.

Dann bekomme ich eine Mail, dass sich in den nächsten Tagen ein Generalunternehmer meldet. Fehlanzeige. Wenn ich dann wieder anrufe und frage… siehe Antwort oben. Werde jetzt alles dem Rechtsanwalt übergeben.

1 Stern ist noch zu viel.

Weitere Kundenbewertungen unter:
https://de.trustpilot.com/review/www.deutsche-glasfaser.de

Mediennutzung in Coronazeiten

Corona-Lockdowns, Computerspiele und die Gesundheit unserer Kinder

Durch die Corona-Lockdowns hat die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland stark zugenommen. 2020 haben Jugendliche das Internet gemäß einer Umfrage etwa 258 Minuten pro Tag genutzt, also vier ein viertel Stunden. Das waren etwa 53 Minuten pro Tag oder 26 Prozent mehr Freizeit im Internet als 2019, vier Stunden und 18 Minuten. Pro Woche sind das etwas über 30 Stunden. Unsere Jugendlichen haben also eine 30-Stunden-Woche im Internet. Etwa 60 Prozent davon entfallen auf Unterhaltung und Spiele, 40 Prozent auf Kommunikation und Informationssuche.

Nach einer anderen Umfrage verbrachten 10- und 17-Jährige in Deutschland 2020 wochentags fünfeinhalb Stunden vor dem Bildschirm, am Wochenende sogar über sieben Stunden. Das entspricht einer Steigerung um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In diesen Zahlen ist noch nicht das so genannte Homeschooling enthalten. Etwa 300.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 sind demnach mediensuchtgefährdet. Eine altersgerechte Zeitbeschränkung wird von Fachleuten mit maximal 45 Minuten für 7- bis 10-Jährige angegeben, maximal 60 Minuten für 11- bis 13-Jährige und maximal 90 Minuten ab 14 Jahren. Von diesen geringen Bildschirmzeiten können die meisten Eltern hierzulande nur träumen. Ein Zitat aus Deutschlandradio: „Der Lernort Schule fehlt, und alles bricht quasi zusammen“.

Kurz: Die Lockdowns waren und sind ein Segen für die Medienindustrie und haben zu zunehmender Kurzsichtigkeit sowie andern Krankheiten und Verhaltensstörungen bei unseren Kindern geführt.

Der Beitrag ist ein Auszug aus einem Artikel zum Thema von Prof. DR. CHRISTIAN KREIS. Hier zum Download als PDF-Datei:
https://menschengerechtewirtschaft.de/wp-content/uploads/2021/03/Computerspiele-l.pdf