Unternehmen Barbarossa

Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion begann vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941. Stehen wir heute erneut an der Schwelle zu einem Angriffskrieg gegen Russland?

Am 22. Juni 1941 begann das Unternehmen Barbarossa. Über die Grenzlinie zur Sowjetunion ergossen sich Völkerscharen von Soldaten der Achsenmächte auf das Territorium der Sowjetunion. Zum Pulk gehörten drei Millionen Soldaten in 150 Divisionen, mit 600.000 Kraftfahrzeugen und 625.000 Pferden.

Der Krieg, dessen Beginn sich gerade zum achtzigsten Mal jährt, war kein gewöhnlicher Krieg wie gegen Hitlers Gegner im Westen. Der Krieg gegen die Völker der Sowjetunion war ein Vernichtungskrieg. Wie Adolf Hitler bereits in seinem einzigen Buch Mein Kampf klarmachte, sollte die Sowjetunion entvölkert und von „rassereinen“ germanischen Bauern neu kolonisiert werden.

Der so genannte „Kommissar-Befehl“ legte zudem fest, dass alle gefangenen politischen Ausbilder der Roten Armee sofort zu erschießen seien. Dasselbe galt für jüdische Mitmenschen. Die Pogrome gegen Juden begannen bereits am 23. Juni 1941. Weite Landstriche im Westen der Sowjetunion wandelte die deutsche Wehrmacht in Mondlandschaften um. Städte wie Minsk in Weißrussland verschwanden ganz von der Bildfläche. Sogar Moskau wurde von deutschen Fliegerverbänden bombardiert.

Trotz der ungeheuren Brutalität der deutschen Kriegsführung sollte der Schwung des deutschen Angriffs bereits im Dezember 1941 an Fahrt verlieren. Hitler hatte gedacht, der Krieg sei vor Weihnachten bereits gewonnen. Mit gigantischen Menschenverlusten – etwa 300.000 Rotarmisten starben allein bei der Eroberung von Berlin – konnte die Rote Armee schließlich die Tore des „Führerbunkers“ in Berlin erreichen und dem braunen Terror ein Ende bereiten.

Die Verluste in diesem Angriffskrieg waren gigantisch. Allein auf sowjetischer Seite fanden über 28 Millionen Menschen den Tod. Dass heute wieder ein Militärbündnis, in diesem Falle die NATO, ernsthaft einen Krieg gegen Russland plant, ist unerträglich. Wir stehen wieder vor einem Waffengang zwischen dem Nachfolgestaat der Sowjetunion, nämlich Russland und dem aggressiven Militärbündnis NATO, dem auch der Rechtsnachfolger des Nazireichs, die Bundesrepublik Deutschland, angehört.

Die Konfrontation zwischen einem britischen Kriegsschiff und der russischen Luftwaffe stellt die erste kriegerische Auseinandersetzung Russlands mit westlichen Mächten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dar. Der Auseinandersetzung ging ein militärisches Kooperationsabkommen zwischen Großbritannien und der faschistischen Junta in der Ukraine voraus.

Auch wird immer deutlicher, dass trotz aller Dementis die Eingliederung der Ukraine in die NATO auf der Agendaliste steht. Das zweiwöchige Manöver „Sea Breeze“ (Seebrise) der NATO im Schwarzen Meer wird die Konfrontation weiter anheizen. 5.000 Soldaten aus 32 Ländern sollen mit 32 Schiffen, 40 Flugzeugen mit 18 Spezialoperationen und Tauchteams den Russen Angst einjagen. Man möge sich einmal vergegenwärtigen, welche Wirkung Manöver chinesischer und russischer Marineeinheiten im Golf von Mexiko ausüben würden. Vollkommen ungeniert denken US-amerikanische Militärs heute schon wieder über einen möglichen Angriffskrieg gegen China im Jahre 2024 oder 2026 nach.

Der vollständige Beitrag von Hermann Ploppa, ist veröffentlicht bei KENFM: https://kenfm.de/unternehmen-barbarossa-gegen-die-sowjetunion-vor-achtzig-jahren-von-hermann-ploppa/

Nato-Kriegsbilanz Afghanistan

Diese Soldaten zeigten im Jahr 2004, in Kabul mit einem Straßenschild, wie weit die Heimat entfernt ist. (Das Foto stammt aus der Saarbrücker Zeitung vom 1. November 2004)

Der fast 20 Jahre andauernde Krieg, angeblich für Terrorismusbekämpfung, Menschenrechte und Demokratie, ist ein großes Verbrechen. Forderungen von SPD und Grüne, nach einer ehrlichen Bilanz des NATO-Einsatzes, sind zwar richtig. Aber überfällig wäre auch ihr Eingeständnis, dass der Krieg selbst der Fehler war.

Nach Schätzungen hat der Krieg mehr als 185.000 Menschenleben gekostet. Die Bundeswehr ist verantwortlich für eines der größten Massaker an Zivilisten, 2009 in Kundus mit mehr als 140 Toten. Der dafür verantwortliche Oberst Klein wurde auch noch befördert.

Die Frankfurter Allgemeine schreibt am 15. April 2021: “59 deutsche Soldaten sind in Afghanistan ums Leben gekommen, viele mehr wurden teilweise schwer verletzt, in Gefechten, bei Anschlägen oder bei Unfällen. Insgesamt haben mehr als 150 000 Deutsche in Afghanistan für Monate oder teilweise sogar Jahre gedient. Der Einsatz der Bundeswehr hat mehr als 10 Milliarden Euro verschlungen.”

Man stelle sich vor, das Geld wäre in Aufbau-, Friedens- und Bildungsprogramme investiert worden, dann wäre den Menschen in Afghanistan viel mehr geholfen gewesen.

Kinder in Afghanistan